Warum du Heißhunger hast

Warum Heißhunger

Heißhunger ist keine Seltenheit. Ich bin sicher du kennst es auch, wenn du plötzlich große Lust auf Schokolade, Eis, Chips, Kuchen oder Pasta, Pizza, Fleisch, Käse und Frittiertes hast.
Doch warum ist das so?

 

Was Heißhungerattacken betrifft – da kenn ich mich aus.
Ganze 5 Jahre habe ich nach dem Heißhunger gelebt, bis ich anfing, mal genauer hinzugucken und mich richtig und intensiv mit diesem Thema zu befassen – und natürlich Selbstexperimente startete und den Weg aus dem Heißhunger-Teufelskreis heraus fand.

 

Wenn wir plötzlich Lust auf übersüßte und fettige Speisen haben, fehlt uns oft ein Nährstoff. Nur weil wir etwas essen, heißt das noch lange nicht, dass wir uns nähren.
Dazu kommt, dass sehr viele Menschen unter einem Wassermangel leiden (was sie selbst nicht mitbekommen).

 

Wir haben verlernt, auf unseren Körper zu hören. Damals war dieser Reflex überlebenswichtig. Als Sammler und Jäger benötigten unsere Vorfahren energiereiches Essen, welches ihnen half, bis zur nächsten Mahlzeit auszukommen, zu überleben. Jedoch ist das nicht der einzige Auslöser für die Lust auf Süßes und Fettes – manchmal trainieren wir es uns auch psychologisch an.
Studien ergaben, dass gerade das Verhältnis 50% Zucker zu 50% Fett eine süchtig machende Wirkung auf unseren Körper ausübt. Und wer viele Probleme und Stress im Alltag hat, isst nach Emotionen.

 

Zwar haben süße und fettige Sachen viele Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße, doch oft sind es auch die Vitamine und Mineralstoffe, die uns durch dieses starke Signal von Heißhunger lenken.
Hinter Schokolade könnte beispielsweise Magnesiummangel stecken, hinter salzige oder frittierte Sachen wie Chips, Pommes oder gesalzene Nüsse könnte ein (Omega 3) Fettsäurenmangel sein. Wer große Lust auf Käse hat, benötigt möglicherweise Kalzium, Eisen bei Lust auf Fleisch.

Dass es gesunde und ungesunde Fette, Kohlenhydrate und Aminosäuren gibt, ist auch ein wichtiger Faktor, den man bedenken sollte.

 

Weitere Gründe könnten sein:

Hinzu kommt noch die Tatsache, das wir von klein auf beigebracht bekommen, dass nach dem Mittag- oder Abendessen noch Platz für ein Dessert sei. Auch bei Stress und besondere Situationen belohnen wir uns gerne mit Ungesunden Essen. “Sich etwas gönnen” wird sehr häufig mit Essen gleichgesetzt.
Eine andere und wichtige Sache ist das emotionale Essen. Denn wir essen schon lange nicht mehr nach dem Hungergefühl, sondern nach unseren Emotionen. Diese lernen wir durch Konditionieren und Prägung mit mit dem Essen zu verknüpfen, etwa Süßigkeiten oder ein Festessen als Belohnung oder bei einem freudigen Anlass. Das heißt, dass wir diesen Zustand wieder herstellen wollen, wenn es uns mies geht, zumal gerade Schokolade (der Kakaoanteil) jede Menge Glückshormone für sehr kurzer Zeit freisetzt.
Steht unserem Körper zu wenig Energie zu Verfügung, verlangt er danach. Auch bei anstrengenden Kopfsachen wie Lerneinheiten oder Grübeleien (besonders die negativen) verbrennen wir Energie. Nicht umsonst werden gerne Traubenzuckerdrops verwendet, denn Zucker lässt unseren Blutzuckerspiegel sofort hochschießen und gibt Energie.
In vielen Studien wurde herausgefunden, dass Zucker eine süchtig machende Wirkung hat (weswegen er auch heutzutage in fast jedem verarbeiteten Produkt zu finden ist), besonders im selben Verhältnis zu Fett.

 

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Alles Liebe
Anja

1 Kommentar

  1. Pingback: Clean Eating - gesund oder schädlich? Das musst du alles über dieses Thema wissen

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